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Hilfe für Mobbingopfer
09.02.2010, 15:20
Beitrag: #1
Hilfe für Mobbingopfer
Hi ich wollte mal eure meinung dazu höhen [1].was (ehemaligen) Mobbingopfern helfen kann und [2.]warum bei vielen die Hemmschwelle zu reden so hoch ist.

Zu [1.] könnte ich mir vllt. 2-3 Psychologen für jede Schule vorstellen die aber auf Schüler von denen sie glauben dass sie ein mobbingproblem haben zugehen.
Was haltet ihr davon?

Zu [2.] könnte ich mir zb. vorstellen das sich manche für ihm mobbing schämen und sich so nicht trauen mit jemand darüber zu reden.
Was haltet ihr von zb. anonymen Anlaufstellen?
Oder findet ihr es vllt. eine gute Idee kleine Foren wie hier zu fördern und so die Probleme anonym und sich von Menschen mit zt. ähnlichen erfahrungen helfen lassen kann.

-E

Ein kluger Mensch kann sich dumm stellen,
umgekehrt geht das aber nicht.

-lasst euch nicht unterkriegen-Wink
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13.02.2010, 00:23 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.02.2010 19:01 von geschichte.)
Beitrag: #2
RE: Hilfe für Mobbingopfer
Hey ho,
Hätte es einen Psychologen an meiner Schule gegeben, wäre ich nicht hingegangen.
Auch das Lehrpersonal war teilweise gegen mich, wozu dann extra Angriffsfläche bieten? Noch dazu hatte ich keine allzu hohe Meinung von Psychologen. Ähm... nein, das hat sich nicht geändert, weil ich sie nun näher kenne.
Noch dazu - was wäre gewesen, wenn mich jemand beobachtet hätte?
Ich wäre eher für Schulungen für die Lehrer, damit sie kompletenter werden, und lernen, wann sie wie am besten eingreifen.

Eher sollten Foren gefördert werden. Anonnyme Anlaufstellen - hm. Wenn ich nicht reden will, dann auch nicht mit wem, den ich nicht kenne, dem ich sowieso nicht traue, wenn er mir nicht beweist, dass er wert ist, dass ich ihm vertraue - rede ich mit ihm doch nicht über derart persönliche Dinge! Was, wenn das nur ein mieser Trick ist, mit dem sie mich drankriegen wollen, würde ich denken.

Noch dazu wissen einige gar nicht, dass das, was mit ihnen passiert, Mobbing ist. Erst als ich mich meiner ehemals besten Freundin und Seelenverwandten anvertraute, sagte sie mir, dass das, was ich beschrieb, panische Angst wäre, und dass das, was mir geschehen war, keineswegs normal war.
Dass es dazu einen Namen gibt. Und so landete ich auf sgm, schließlich hier.

Eher sollte die Öffentlichkeit anfangen, zum Mobbing zu stehen. Alle Welt macht momentan ein riesiges Brimborium um Cybermobbing, hin und wieder hört man mal von Mobbing am Arbeitsplatz. Aber ohne entsprechende Erfahrungen kommen eher wenige Leute darauf, dass ihre lieben Kleinen tagtäglich anderen vielleicht derartiges antun könnten.
Wenn dann doch mal ein Fall drohnt, bekannt zu werden, wird alles gleich möglichst unterdrückt. Rektoren wollen ihr Image schützen, Politiker nicht zugeben, dass sie nichts tun, und so weiter und sofort.
Und aus den Augen, aus dem Sinn.

Als ich es wusste, habe ich mich dafür geschämt, versteckt, mir selbst die Schuld dafür zugewiesen. Und durch das, was dann doch mal in den Medien war, wurde es nicht besser. Man müsste irgendwie das Bild des Mobbings ändern - machbar wäre es sicher.
Es gab mal eine Zeit, in der es als natürlich galt, dass eine Frau vergewaltigt wurde (wenn denn ihr Mann um Erlaubnis gebeten wurde), heute gibt es eine Menge Stellen, an die man sich wenden kann, gesetzliche Maßnahmen und dergleichen. Das heißt, dass so etwas nicht unmöglich ist - man müsste nur noch heraus finden, wie man klar macht, dass es das gibt, dass es mehr als eine Lappalie ist, und dass etwas dagegen unternommen werden muss.

(Aporpos, einen netten Avatar hast du da! (:)

Liebe Grüße, geschichte

Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr.
-Vincent van Gogh
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13.02.2010, 00:36
Beitrag: #3
RE: Hilfe für Mobbingopfer
Zu 1.: Ich denk mal nicht, dass ein Außenstehender (und das wär ein Psychologe) unbedingt Mobbingfälle in einer Klasse erkennen kann. Er kann nur vermuten und auf einzelne Schüler zugehen, die dann wahrscheinlich meistens abstreiten Mobbingopfer zu sein. Ich weiß nicht, ob das tatsächlich viel bewirken würde. Und die Frage ist auch, was die dann tatsächlich unternehmen könnten oder würden, wenn ihnen ein Mobbingfall bekannt wird. Denn auch einzelne Lehrer bemerken manchmal etwas, aber sie sind oft ziemlich hilflos.

Zu 2.: Die Frage ist auch hier, was man mit dieser anonymen Anlaufstelle erreichen will. Direkte Hilfe kann das Opfer hier ja nicht bekommen.. höchstens Ratschläge. Und ob das im konkreten Fall hilft, kommt auf die Situation an. Vielleicht ist es für manche tatsächlich eine Hilfe, darüber reden zu können. Aber andere wollen gar nicht darüber reden, sie verdrängen das Erlebte so gut es geht.

Eine total krasse Idee hätte ich noch. Es gibt in jeder Klasse alle möglichen Aufgaben.. vom Tafeldienst bis zum Fegedienst. Warum gibt es eigentlich keinen Sozialdienst in der Klasse? Also jemand, der ein Auge auf die sozialen Strukturen der Klasse hat und dafür verantwortlich ist, dass keiner fertig gemacht wird. Jemand, der entweder selber eingreift oder Mobbing dann in der Schule i-wo melden muss.

Als Erfolgskontrolle wären vllt. anonyme Umfragen in der Klasse nicht schlecht, die in bestimmten Abständen durchgeführt werden. Dadurch könnte man ein Stimmungsbarometer erstellen und eventuell "erfolgreiche Sozialbeauftragte" belohnen ^^

[Bild: 2WOt.gif]
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13.02.2010, 00:41
Beitrag: #4
RE: Hilfe für Mobbingopfer
Hm, die Idee ist eigentlich nicht schlecht, aber dazu braucht man jemanden, der wirklich über innere Stärke verfügt, und seinen Job wirklich ernst nimmt, und nicht einfach so tut, als wäre dem so, damit es nett aussieht.
Ich meine - würde so jemand wirklich eventuell seine Freunde verraten?

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13.02.2010, 01:06
Beitrag: #5
RE: Hilfe für Mobbingopfer
Wenn man wirklich jemand findet der so einen Posten mit Verantwortung antreten würde wäre das natürlich extrem gut.
Doch ich befürchte mal das dieser Posten dann nicht gut besetzt ist da diese leute vllt. von den mobben unter druck gesetzt werden bzw. vllt. selbst zu mobbingopfern werden.

Natürlich mus der gemobbte das erstmal einsehen befor ihm geholfen werden kann daher finde ich die idee lehrer nochmal extra zu schulen nicht schlecht denn sie müssen da sie ja andauernd mit der klasse zusamen sind etwas bemerken und dann auf die mobber/gemobbten zugehen.

Eine Hilfe dafür könnte sein mobbing populärer zu machen

Aber das ist ein langer weg wenn man das ganz aus unserer gesellschaft entfernen wil.

-E

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13.02.2010, 19:02
Beitrag: #6
RE: Hilfe für Mobbingopfer
Ich fürchte, dass das Mobbing zu den Dingen gehört, die niemals ganz verschwinden werden - zu weitern Teilen vielleicht. Aber komplett niemals.

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16.02.2010, 22:22
Beitrag: #7
RE: Hilfe für Mobbingopfer
Ja da hast du warscheinlich recht.
Leider...aber es wäre wirklich schwer unsere Gesellschaft zu ändern.

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